Wasser-Wissen


Wolfram, W

(tungsten) nach dem Mineral Wolframit

Stoffsystem

Wolfram ist in Pulverform  ein mattgraues Metall, dass den höchsten Schmelzpunkt und den kleinsten Ausdehnungskoeffizienten aller Metalle besitzt. In reinem Zustand ist es leicht zu bearbeiten, bekommt aber durch Kohlen- oder Sauerstofflegierungen eine enorme Härte und Sprödigkeit.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  mattgrau Schmelzpunkt 3410 °C
Geruch geruchlos Siedepunkt 5657 °C
Molmasse 183,85  g/mol Dichte  ( °C) 19,25
Zustand bei 20 °C fest Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar) nicht

Für weitere Stoffdaten siehe auch Übersicht der Elemente.

Herstellung und Anwendung

Die Roherze werden mittels Flotation Schwerkraftverfahren und Magnetabscheider auf einen Wolframgehalt von 20% - 60% erhöht und mit Natronlauge oder Soda unter Druck zu Natriumwolframat aufgeschlossen. Die Lösungsmittel werden abgetrennt und Verunreinigungen ausgefällt und abfiltriert. Durch extrahieren mit langkettigen Aminen und Strippen mit Ammoniak wird Ammoniumwolframat-Lösung erhalten und die Wolframverbindung auskristallisiert. Durch erhitzen mit Kohle wird der Grundstoff zu Pulverförmigen Wolfram reduziert.
Um ein festes Metallstück zu erhalten muss das Pulverförmige Wolfram gesintert und geschmiedet werden.

Wolfram wird für Glühdrähte in Glühlampen, Elektroden beim WIG-Schweißen, als elektrische Kontakte, Hitzeschilde u.a. in in der Raumfahrt und als Legierungszusatz eingesetzt.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Über die Giftigkeit von Wolfram ist wenig bekannt. Wird es in größeren Mengen aufgenommen, scheint es bestimmte Proteine und Oxidasen in der Aktivität zu beeinträchtigen. Besonders die Leber Aktivität ist beeinträchtigt.