Spurenelemente

(trace elements) Nährstoffe, die in Spuren wirksam und für den normalen Ablauf von Lebensvorgängen unentbehrlich sind. Der völlige Mangel ruft schwere physiologische Schäden (Avitaminosen, Hungerkrankheit Mangelkrankheiten) bei Mensch, Tier und Pflanze hervor. Im Pflanzenbau durch Düngung zu ersetzende Spurennährstoffe sind Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink (bei Bormangel z.B. entsteht die Herz- und Trockenfäule der Rüben, bei Kupfermangel die Dörrfleckenkrankheit des Hafers). Spurenelemente besitzen einen höheren Wirkungs- und Schädigungsgrad als die Kernnährstoffe Stickstoff, Phosphat, Kali Magnesium und Kalk; Überdosierungen sind daher ebenso schädlich wie Mangel. (Pflanzennährstoffgruppen).

Unter Spurenelemente werden i.a. Elemente verstanden, die für den menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Organismus zur Erhaltung der Gesundheit wichtig sind, jedoch nur in geringen Mengen aufgenommen werden müssen. In den meisten Fällen wirken die Spurenelementionen als Koordinationszentren von Enzymstrukturen (Enzym) oder von Wirkstoffen, wie z.B. Cobalt bei Vitamin B12, Chrom beim Glucosetoleranzfaktor, Eisen beim Hämoglobin (= roter Blutfarbstoff) und Kupfer bei der Cytochromoxidase. Spurenelemente werden mit dem Stuhl, Urin und Schweiß ausgeschieden und müssen daher über Nahrung und Trinkwasser wieder zugeführt werden. Eine abwechslungsreiche Ernährung sorgt in der Regel zu einer ausreichenden Versorgung mit Spurenelementen. In zu hohen Dosen aufgenommen, können einige Spurenelemente zur Gesundheitsgefährdung werden. Elemente, die der Körper in größeren Mengen als Spurenelemente benötigt, wie z.B. Kalium, Calcium oder Natrium, bezeichnet man als Mengenelemente. Wichtige Spurenelemente sind u.a.: Iod, Eisen, Mangan, Molybdän, Selen, Zink und Mineralstoffe.