Wasser-Wissen



Elektrokoagulation

Bei gering oder mäßig verschmutztem Abwasser ist häufig zu beobachten, dass eine große Flüssigkeitsmenge durch wenige aber sehr feine Schwebteilchen getrübt wird. In diesem Fall ist eine Koagulation der Partikel zur Vorbehandlung einer solchen schwerfiltrierbaren Abwassersuspension erforderlich, um mit mechanischen Trennverfahren wie Filtration oder Zentrifugation eine Klärung herbeiführen zu können.

Die Behandlung von Öl/Wasser-Emulsionen und Feststoff/Flüssig-Suspensionen mit der Elektrokoagulation ermöglicht die Abtrennung emulgierter und suspendierter Teilchen bei geringem Energiebedarf und ohne Zugabe von Additiven. Elektrokoagulation nutzt hierfür die Entladung der dispergierten Teilchen in einer elektrochemischen Zelle und die anschließende Koagulation dieser Teilchen. Das Verfahren wird u.a. bei der Abwasserreinigung von Autowaschanlagen und Küchenbetrieben, bei der Behandlung von Kohlesuspensionen, Farbabwässern, Kalk- und Gipssuspensionen sowie Bohr- und Schneidölemulsionen eingesetzt.