Dünnsäure

Sammelbegriff für Flüssigabfälle aus der Herstellung von Titandioxid und Farbstoffen, die bis zu einem Gewichtsanteil von 24% Schwefelsäure enthalten. (»Dünn« kommt also von Verdünnen). Dünnsäure ist u. a. mit den giftigen Metallen Arsen, Blei, Cadmium und Chrom verunreinigt. Lange Zeit wurde die Dünnsäure von Schiffen auf hoher See verklappt oder über Pipelines ins Meer geleitet. Mittlerweile wird die Dünnsäure in Deutschland allerdings zum großen Teil wiederverwertet.

Die deutsche Dünnsäureverklappung in der Nordsee ist seit 1990 gesetzlich verboten. Viele Staaten besitzen jedoch kein Verbot für die Dünnsäureverklappung.