Wasser-Wissen

 

Desintegration

(disintegration) Der Begriff Desintegration wird bei der Abwasserreinigung im Bereich der Entsorgung von Klärschlamm verwendet, wobei unter Desintegration die Zerkleinerung eines Klärschlamms oder Faulschlamms durch die Einwirkung äußerer Kräfte (physikalisch, chemisch, biologisch) zu verstehen ist. Die Einwirkung der Kräfte führt zu einer Auflösung der Struktur einer Schlammflocke und somit zu einem Schlammaufschluss. Der Grad der Zerkleinerung des Schlammes hängt u.a. vom eingesetzten Verfahren, der eingesetzten Energie und den Eigenschaften des Schlammes ab. Bei geringen Energieeinträgen findet vornehmlich eine Flockenzerstörung statt, bei hohen Energieeinträgen eine Flockenzerstörung und ein Aufschluss der Mikroorganismen

Die Desintegration des Klärschlammes führt u.a. zur Reduktion der Partikelgröße des Überschussschlamms. Die durch Biopolymere miteinander verketteten Mikroorganismen werden dabei voneinander getrennt. Die Energie der Bindung zwischen den Organismen ist deutlich geringer als die zur Zerstörung der Zellwand benötigte Energie. Daher werden zunächst die Flocken zerstört.

Die Zielsetzungen der Klärschlammdesintegration sind das Freisetzen von Zellinhaltsstoffen, um den Schlamm weitergehend zu stabilisieren.

Weitere Ziele sind:

Eine ganze Reihe von verschiedenen Apparaten und Verfahren eignen sich für die mechanische Klärschlammdesintegration:

Neben mechanische Verfahren werden für die Desintegration auch

  • Thermische Verfahren (Wärmebehandlung u.a.) und
  • Chemische Verfahren (Ozonierung u.a.)

eingesetzt. 

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