Wasser-Wissen



Deponie

(disposal, dumping ground) Abfall- bzw. Schadstoffentsorgungsanlage, in der Schadstoffe zeitlich unbegrenzt abgelagert werden. Eine einfache Untergliederung erfolgt in Deponien mit:

  • sehr gering organisch belasteten Abfällen (Deponieklasse 1), 
  • Deponien für organisch stärker belastete Abfälle (Deponieklasse 2) und 
  • Sonderabfalldeponien
Die jeweiligen Technischen Anleitungen (TA Siedlungsabfall, TA Abfall) beschreiben die Zuordnungskriterien, welche für die Deponietypen erfüllt sein müssen. Das größte Abwasserrelevante Problem von Deponien ist das Deponiesickerwasser.

Die umfangreichen Maßnahmen zur Deponiesicherung sind abhängig von den zur Ablagerung kommenden Stoffen. In den alten Bundesländern wurde ende der 90er Jahre ca. 70% der festen Siedlungsabfälle, 90% der Inertabfälle (Bauschutt, Erdaushub) und ca. 50% der Sonderabfälle deponiert. Siedlungsabfälle wurden in der DDR fast ausschließlich auf Deponien verbracht. Um Emissionen niedrig zu halten, sind eine Reihe von technischen Maßnahmen erforderlich: Es muss z.B. weitestgehend verhindert werden, dass schadstoffbelastetes Deponiesickerwasser aus der Deponie in den Untergrund oder in das Grundwasser gelangen kann. 
Die Auswirkungen derartiger Geflährdungen können in Grundwassermodellierungen berechnet werden.

Durch anaerobe Vergärung des organischen Materials entsteht Deponiegas, welche entweicht, was  zu Schadstoffanreicherungen und Geruchsbelästigungen führen kann.

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