Wasser-Wissen


EnviroChemie
 

Chemieabwasser

(chemical industries wastewater) Bei der Herstellung von chemischen Produkten wie Medikamenten, Farbstoffen u.v.a.m. entstehen Abwässer, die mit einem Gemisch von zumesit unterschiedlichen Schadstoffen belastet sind. Es handelt sich hierbei im wesentlichen um Reste der produzierten Verbindungen (also teilweise Wertstoffe), aber auch um Hilfsstoffe (z.B. organische Lösungsmittel) und unerwünschte Nebenprodukte, wie sie bei vielen chemischen Prozessen entstehen. Zumeist entfällt der bedeutendste Abwasseranteil auf die dem Hauptprozess nachfolgenden Prozesse, die der Aufbereitung der Reaktionsprodukte dienen. 

Wässrigen Emissionen, wie Filtrate aus der Filtration und Reste der Zentrifugation oder Extraktion usw. werden als Mutterlaugen bezeichnet (zur Begriffsklärung siehe auch Lauge). Das Abwasser eines Unternehmens der chemischen Industrie setzt sich aus unterschiedlichen Mutterlaugen und Waschabwässern zusammen. Jeder dieser Teilströme hat seine eigenen spezifische Zusammensetzung. Die Abwässer der chemischen Industrie unterscheiden sich aufgrund ihrer komplexen Zusammensetzung deutlich von jenen anderer Industrie- und Gewerbebetriebe, die in der Regel mit einer vergleichsweise überschaubaren Schadstoffzusammensetzung belastet sind. Daher spielt die dezentrale spezifizierte Abwasserreinigung zu Kreislaufführung in diesem Bereich eine große Rolle.

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